Aussprache

Morgens höre ich im Deutschlandradio die Nachrichten. Vorher gibt es immer die Zeitansage, dass es jetzt 7 Uhr ist.

Aber was höre ich denn da? „Es ist sieben Uah!“
Würde die Ansage buchstabiert werden, würde die geiche Stimme U H R sagen. Also geht das doch: Uhr – Uhr -Uhr, ist doch nicht schwer, macht aber keiner.

Was ist da los? Warum sagt fast jeder Uah, wenn das Wort doch Uhr heißt?
Bei den Deutschen bleibt das R in der Endung halbtot im Rachen stecken. So sagt man bei der 4 (vier) nur Viah und bei den beiden Silben von Fahrrad gibt es ein R am Ende der ersten Silbe und ein R am Anfang der zweiten Silbe. Also sagt man Fah – rad und das Rad hinten im ganzen Wort Fahrrad hat ein hörbares R und lässt den Rachen zittern.
Die Deutschen haben das R hinten im Hals, während die Engländer es vorne im Gaumen mit der Zunge rollen lassen.

Ein Beispiel habe ich noch: Der Berliner sagt zur 5 meistens fümf, obwohl fünf geschrieben steht und er kein Problem hat, auch mal fünf mit dem n zu sprechen. Habt ihr auch solche Beispiele?

Ein Gedanke zu „Aussprache“

  1. Ein anderes Beispiel ist das ST. Während die Menschen in Norddeutschland (um Hamburg und Bremen) das ST so aussprechen, wie es geschrieben steht, spricht das ganz übrige Deutschland am Beginn des Wortes das ST als SCH. Beispiele: Stock, Stein, Stiefel, Stachel….

    Am Ende eines Wortes oder in der Mitte wird das ST allerdings gesprochen, wie es geschrieben wird.
    Beispiel: Gast, Hast, Rast, fast,..
    fasten, rasten, hasten,…

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